Zum Alarmismus der Klimawandelgläubigen - Das Klima kann man nicht schützen

In der von der Basler Regierung diesen Februar verabschiedeten

Resolution zur Ausrufung der Climate Emergency, also des Klimanotstands, wird dazu aufgefordert, die Auswirkungen auf das Klima und die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Geschäften zu berücksichtigen; d.h. dass, wenn immer möglich, jene Geschäfte prioritär behandelt werden sollen, die den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen und die Bevölkerung umfassend über Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels und Massnahmen, die gegen diesen ergriffen werden, zu informieren.  [1]

Dieser Aufforderung sei hiermit ein weiteres Mal Folge geleistet: »Klimawandel«, legte Sonja Margonlina in der Neuen Zürcher Zeitung schon 2017 dar, »ist ein hochideologischer Begriff, der die Utopie der Klimarettung zum Ziel des politischen Handelns und zum moralischen Gebot erhoben hat. Man darf nicht übersehen, dass dieses Denkmodell mit handfesten Interessen zahlreicher Profiteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Öko-Industrie verbunden ist«.  [2]  

»Am 20. Februar 2019«, so ein Bericht von Jürgen Fritz, »kam es im Deutschen Bundestag zu einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit dem Thema: Kohlendioxidausstoß bei schweren Nutzfahrzeugen. Dabei war unter anderem der Sprecher des Europäischen Instituts für Klima & Energie EIKE, der Physiker Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, als Sachverständiger geladen. Wie dieser erklärt, »setzen physikalisch-technische Gesetzmäßigkeiten dem politischen Willen Grenzen. Der CO2-Ausstoß aus einem Verbrennungsmotor entspreche exakt dem Treibstoffverbrauch. Der Treibstoffverbrauch sei aber über die letzten Jahrzehnte hinweg bis an die Grenze des Möglichen reduziert worden. Es sei daher ein Illusion zu meinen, man könne noch weitere umfangreiche Treibstoff- und damit CO2-Reduktionen erreichen. Ebenso sei es eine Illusion, wenn man meine, Elektroautos seien emissionsfrei, denn die CO2-Emission werde hier nur verlagert«.

Bezüglich des Elektroautos gilt es zu berücksichtigen, dass bei diesem sowohl bei der Erzeugung der Akkus als auch bei der Erzeugung des Stroms, der ständig getankt werden muss, CO2-Emissionen und Kohlendioxid-Äquivalente entstehen. So kommt eine schwedische Studie zu folgendem Ergebnis: Ein Fahrzeug mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor könne 8 Jahre gefahren werden, bevor es die Umwelt so stark belastet hat wie allein die Akku-Produktion für ein Tesla Model S. Hinzu kommt jedoch noch der Stromverbrauch beim Fahren des Tesla, der bei diesen 8 Jahren allein für die Akku-Herstellung noch nicht berücksichtigt ist. Selbst bei einem kleineren E-Fahrzeug wie dem Nissan Leaf entstehen allein bei der Akku-Produktion so viele Kohlendioxid und -Äquivalente, wie beim Fahren eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor in 3 Jahren.   

Das Klima kann man nicht schützen

»Die EU-Vorgaben«, so Prof. Lückede im weiteren, »haben schädliche volkswirtschaftliche Konsequenzen; die von der EU geforderten Grenzen würden, wie er darlegt, zu Untermotorisierungen schwerer Nutzfahrzeuge sowie zu Verkehrsverhinderungen mit volkswirtschaftlichen Folgeschäden führen. Zudem seien die EU-Eingriffe in den Nutzverkehr völlig unverhältnismäßig, denn dieser mache nur 6 % der Primärenergie aus. Sie seien daher abzulehnen. Niemand streite den fortwährenden Klimawandel seit Bestehen der Erde ab. Ein Schutz des Klimas und damit des Wetters sei aber unmöglich. Außerdem gebe es keinerlei wissenschaftlichen Nachweis für einen menschgemachten Klimawandel. 

Deutschland hat etwa 2 % Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen. Die größten Verursacher, China, USA und Rußland, würden aber gar nicht daran denken, ihre Industrien durch CO2-Einsparungen fahrlässig zu schädigen. Zusätzliches CO2 in der Atmosphäre steigert den Treibhauseffekt so gut wie gar nicht mehr; es stimmt zwar, dass CO2 ein starkes Treibhausgas ist, aber die Erdatmosphäre hat seit langem eine so hohe CO2-Konzentration, dass ein zusätzlicher Infrarot-Absorbierungseffekt kaum noch zu messen ist. Das heißt, wenn noch mehr CO2 in die Luft kommt, nimmt der Treibhauseffekt kaum noch zu. Selbst bei einer Verdopplung des CO2 in der Atmosphäre würde die mittlere Temperatur nur noch um ca. 1,5 Grad ansteigen, mit der Tendenz, dass dieser Wert sogar unter 1° fällt. 

Das Verrückte sei nun, dass all die Anstrengungen die Deutschland und Europa unternehmen, im optimalen Fall, sofern überhaupt, zu einer Reduzierung des Anstiegs der Temperatur im hundertstel Grad-Bereich führen. Das heißt, wenn wir genauso weitermachen wie bisher und wie China, Afrika etc., dann würde die Temperatur maximal statt zum Beispiel 2° um 2,0x Grad steigen oder statt um 1 Grad um 1,0x Grad, wobei selbst das nicht einmal sicher ist.


Wollen wir wirklich unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand für eine solche Chimäre aufs Spiel setzen? Selbst wenn es sicher wäre, dass das von der Industrie zusätzlich in die Luft gelangende CO2 tatsächlich zu einer solchen zusätzlichen Erderwärmung führe, stünden Aufwand und Nutzen in keinerlei akzeptablen Verhältnis. Dabei ist dieser Kausalzusammenhang, diese Ursächlichkeit gar nicht gesichert. Entscheidende Fragen sind daher auch folgende:

-   Ist es verhältnismäßig, unsere Kohlekraftwerke abzuschalten, wenn die ganze Welt nicht mitmacht, sondern sogar in die entgegengesetzte Richtung steuert?

-   Wollen wir wirklich unsere Wirtschaft und unseren Wohlstand für eine solche Chimäre, für sein solches Trugbild aufs Spiel setzen?«  [3]


Anmerkung politonline
d.a.
Nachdem inzwischen bekannt geworden ist, dass, im Gegensatz zu wiederholt abgegebenen Erklärungen, dass die gute Greta Thunberg, von ihren Eltern einmal abgesehen, ganz allein handle, was allein in Anbetracht ihres Alters schon als völlig unmöglich angesehen werden musste, wissen wir heute, dass sie über ihren Vater entfernt mit Svante Arrhenius (1859-1927) verwandt ist; und dieser gilt als Begründer der sogenannten Treibhaustheorie. Nach irdischen Massstäben wird sie von der schwedischen Initiative Wedonthavetime AB recht handfest unterstützt. Diese Initiative gibt sich gern bescheiden als rein ideelle Stiftung aus, die keinerlei finanzielle Interessen verfolgt. Indessen ist Wedonthavetime AB ein in Schweden aktiennotiertes Unternehmen. Und wie es der Zufall so will, ist seit Bekanntwerden des Engagements der Stiftung für Greta die Aktie des Unternehmens steil nach oben geschossen. 

Inzwischen liegt auch ein neuer Bericht vor, der wiederum aufzeigt, wie wir auf dem Gebiet des Klimawandels unausgesetzt verdummt und manipuliert werden, mit der Komponente, dass die Verdummung widerlegenden Analysen die Schwellen der Amtsstuben nicht überwinden. In Tat und Wahrheit stellen die sogenannten Kinder-Protestzüge eine lang im voraus geplante Komponente der Kampagne für Klimaschutz-Massnahmen dar.  [4]  Nachfolgend einige Auszüge aus dem von Chris Frey vom Europäischen Institut für Klima & Energie ins Internet gestellte Übersetzung:

»Aus diesen jetzt aufgetauchten Dokumenten geht hervor, dass die jüngste Welle privater Klimaschutz-Anwälte sowie Ermittlungen von General-Staatsanwälten nicht nur ein vor 7 Jahren hinter verschlossenen Türen ausgehandeltes Ergebnis eines infamen Treffens in La Jolla, Kalifornien, war. Es stellt sich heraus, dass die Teilnehmer daran sehr früh schon das wilde Straßentheater von Kinderprotesten und Schulstreiks im Sinn hatten, welches sich jetzt manifestiert hat, auch in den USA. Der Grund? Diese Demonstrationen sind eine lange geplante Komponente der Kampagne der Klima-Industrie für entsprechende Maßnahmen. 

Dieses von einer Koalition der Rockefeller-Stiftung und anderen Gruppen in La Jolla organisierte Treffen erstellte einen Plan für das, was jetzt eine Rechtsstreit-Industrie ist, mit dem Zweck, bezüglich Energie-Interessen eine Plattform in der Größenordnung von Hunderten Milliarden $ zu bekommen. Dabei wurde auch das entworfen, was jetzt per Gerichtsanordnung unter der Bezeichnung Green New Deal bekannt ist. Bestandteil des Plans war der Ruf nach Hilfe von Aktivisten-Anwälten: So können Generalstaatsanwälte auch Dokumente anfordern, was die Möglichkeit steigert, dass ein einziger sympathisierender Staatsanwalt substantiell Erfolg haben könnte, grundlegende internationale Dokumente für die Agenda der Prozeßführung dieser Gruppen zu präsentieren.  

Aufzeichnungen eines der Teilnehmer in La Jolla, nämlich eines Juraprofessors   der University of Oregon, zeigen, dass die Klima-Alarmisten nach der Implosion  von cap-and-trade, die vom Kyoto-Protokoll anerkannte Marktlösung für die Reduktion von Treibhausgasen, der Emissionshandel, darüber Klage führten, dass ein konventionelles Vorgehen ihrerseits scheiterte. Angesichts des Umstands, dass die gewählten Repräsentanten die Aktivisten wiederholt enttäuschten, selbst angesichts der Kampagnen der Klima-Industrie in Medien und Interessengruppen im Wert von über 1 Milliarde Dollar pro Jahr, entwarfen die Anwälte andere Pläne. Zu diesen Plänen gehörte, Kinder in Wellen auf die Straße zu schicken. Die gesamte Strategie der zivilen und gerichtlichen Vorgänge, die wir erleben, über Gerichtsverfahren bis zu Umzügen und Streiks von Schulkindern, wurde auf diesem privaten Treffen vor 7 Jahren ausgearbeitet. Die mehrere Tage vor den landesweiten Kinder-Klima-Umzügen öffentlich gemachten Unterlagen bestätigen: 

-   Die Kampagne pro Klima-Gerichtsverfahren war ausschließlich eine Folge des Scheiterns des konventionellen Vorgehens. 

-   Sie sollte mit der Jugend-Klimabewegung, weltweite Umzüge, verknüpft werden, 

-   und sollte von einer Presse-Strategie begleitet werden, Dokumentationen, in welchen Kinder vorgestellt werden, eingeschlossen.  

-   Zwar ist das Treffen in La Jolla eingeräumt worden, die dabei entwickelte Strategie sollte jedoch nicht publiziert werden;

-   letztere trachtete sowohl nach einer kooperierenden US-Bundesregierung [zustimmende Dekrete wären ideal] als auch danach, gewählte Kohlenstoff-Bürgermeister an den Tisch zu bringen.  

Das Ganze bedeutet also auch, dass viele erschrockene indoktrinierte Kinder in politischen und gerichtlichen Kampagnen als Erfüllungsgehilfen dienen«

»Europas Jugend«, schreibt auch Strategic Alert, »wird für die Klimahysterie  mißbraucht. Die Kundgebungen unter dem Motto Fridays for Future erreichten mit einem internationalen Aktionstag für das Klima am 15. März einen neuen Höhepunkt. Jugendproteste fanden in 120 Ländern und in fast 2000 Städten statt. Besonders massiv war dies in Deutschland mit allein 220 Protestaktionen und bis zu 300.000 Teilnehmern. Um die Bewegung zu fördern, haben Akademiker eine Organisation Scientists for Future gegründet, die die Jugendproteste als mutig lobt und Tausende von Unterschriften von Akademikern in Deutschland, Österreich und der Schweiz gesammelt haben soll. Neben der verbalen Unterstützung aus den etablierten politischen Parteien kann die Protestbewegung für ihre Kundgebungen auf materielle Unterstützung, Druckerzeugnisse, Lautsprecheranlagen etc., von Umweltorganisationen, u.a. von Greenpeace, zählen. In verschiedenen Städten sind lokale Aktionsgruppen gegründet worden. Auch die Rolle der Mainstream-Medien mit ihrer prominenten, wohlwollenden Berichterstattung sollte nicht unterschätzt werden.

Im Zusammenhang mit den Protesten verabschiedete das Europaparlament eine Resolution für ein Europa ohne CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050. [Keineswegs überraschend, es fällt immer wieder auf, wie unwissend das EP auf zahlreichen Gebieten ist, aber eilfertig im Schmieden von Verordnungen und Gesetzen; Anmerk. Red.] 

Während der Plan der EU eine Verringerung der Emissionen um 20 % bis 2030 vorsieht, fordert das Parlament eine Verringerung um 55 %. Um die Emissionen bis 2050 vollständig zu beseitigen, empfiehlt das Strassburger Parlament,
35 % des EU-Haushalts für Forschung und Wissenschaft aufzuwenden. Die Entschließung ist rechtlich nicht bindend, zeigt aber die ideologische Verblendung der 369 Abgeordneten, die für diesen Unsinn stimmten: 116 waren dagegen, 40 enthielten sich. Der
Klimaschutz wird auch auf dem EU-Sondergipfel Anfang Mai in Sibiu in Rumänien einen herausragenden Platz einnehmen. 

Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung Solidarität BüSo wandten sich inzwischen persönlich an die Protestierenden mit einem Flugblatt mit dem Titel Pflanzen lieben CO2!. In diesem werden Mittelschüler und Gymnasiasten mit einigen grundlegenden harten Fakten der Klimawissenschaft, wie der Rolle der Sonne für das Klima unseres Planeten, konfrontiert. So werden sie auch davor gewarnt, einer unwissenschaftlichen und gefährlichen Ideologie zum Opfer zu fallen. Stattdessen sollte die junge Generation ihre Vernunft einsetzen, um neue physische Bedingungen für die Menschheit zu schaffen, bisherige fixe Parameter überwinden und eine neue, optimistische Zukunft eröffnen.  [5]   

Die Behauptung, dass die Reduzierung der CO2-Emission das Klima retten könnte, erfolgt ohne wissenschaftlichen Grundlage, denn der Weltklimarat IPCC nutzt dazu Computermodelle, die die Realität jedoch nicht abbilden können; auch sind zahlreiche verkündete Untergangsszenarien gar nicht eingetreten. So bleibt zum Beispiel die globale Mitteltemperatur - eine rein statistische Grösse - weitgehend stabil. Jedenfalls helfen Klimahysterie und Alarmismus nicht weiter, um komplexe Probleme zu lösen. 

Nie erwähnt ….
US-Präsident Trump hatte bekanntlich schon am 1. Juni 2017 erklärt, dass sich die USA sich aus dem Pariser Klimaabkommen zurückzieht. Was allerdings nicht erwähnt wurde, ist der Fakt, dass das Militär des US-Imperiums der grösste Umweltverschmutzer überhaupt ist: Die gigantische Kriegsmaschinerie ist der weltweit grösste Verbraucher von Erdölprodukten, ca. 320.000 Barrel Öl pro Tag. So ist das Pentagon von sämtlichen internationalen Klima- und Umwelt-Abkommen pauschal ausgenommen. Der Kongress hatte 1998 ein Gesetz verabschiedet, das sämtliche US-Militäroperationen weltweit von den Bestimmungen des Kyoto-Protokolls freistellt. Das Pentagon produziert mehr hochgiftigen Müll als die 5 grössten US-Chemiekonzerne zusammengerechnet. Unter den Giftstoffen befinden sich Pestizide, Blei oder radioaktive Materialien aus der Waffenproduktion, um nur einige wenige zu nennen. Bekanntlich wurde der Irak während beider Invasionen mit abgereichertem Uran bombardiert, so dass insbesondere Fallujah bis heute stark kontaminiert ist; weite Teile in Vietnam sind bis heute mit Dioxin verseucht. Ungewiss ist zudem, wo die Uran-Abfälle entsorgt wurden. Zudem werden ausgemusterte Schiffe samt hochgiftiger Ladung zumeist nicht fachgerecht abgewrackt und entsorgt, sondern auf hoher See einfach mit Torpedos und Raketen bombardiert und versenkt. Mindestens 109 Mal soll das zwischen 1999 und 2012 so praktiziert worden sein. Nur 64 Schiffe wurden im selben Zeitraum verschrottet und recycelt.  [6] 

Ist Reduzieren und Verzicht die richtige Zukunftsstrategie
Ein Aufruf an die demonstrierende Klimajugend von Alain Pichard und Thilo Schneider:

Seid nicht Greta, seid Steve Jobs!
Liebe Klimajugend, vorab, herzlichen Glückwunsch zu eurem
Schulstreik. Ihr habt damit von einem gesetzlich verbrieften Grundrecht Gebrauch gemacht, euch frei und friedlich zu versammeln. Wer freut sich nicht über ein paar schulfreie Stunden? Wir als alte weisse Männer, also als solche, die euch durch ihr Verhalten die Suppe eingebrockt haben, stimmen allerdings nicht in den allgemeinen Jubelchor ein. Nein, es geht uns um etwas anderes. Weil wir euch ernst nehmen. Zuerst möchten wir euch die Angst nehmen. Ich will, dass ihr alle die gleiche Panik empfindet, die ich jeden Tag habe, sagt Greta Thunberg, eure Ikone. Für Panik besteht kein Anlass. Die Welt geht bereits seit siebzig Jahren unter, und wir sind immer noch hier, trotz eines angeblich komplett abgestorbenen Walds, verschwundener und ausgebeuteter Ressourcen, des Ozonlochs und was die Auguren seit 1950 sonst noch vorausgesagt haben. Wir werden älter als je zuvor. Und dies nicht nur dank verbesserter Medizin, sondern weil die Menschheit immer in der Lage sein wird, Alternativen zu finden und Wachstum zu generieren. Wir glauben an die Menschheit – und an euch.

Ihr habt es in der Hand! Ihr Jugendlichen in den reichen Industrienationen denkt, die Erde habe nur dann eine Zukunft, wenn wir weniger wachsen, wenn wir reduzieren. Aber fragt euch kritisch: Ist Reduzieren und Verzicht die richtige Zukunftsstrategie? Wer darin die Rettung unseres Planeten sieht, geht davon aus, dass uns Menschen nichts Gescheites mehr einfällt. Die Erfolge in der Entwicklung der Menschheitsgeschichte aber sind auf den Erfindungsgeist, die Kreativität und die Kooperationsfähigkeit des Menschen zurückzuführen. Ihr seid in eine Gesellschaft hineingeboren worden, der es noch nie so gut ging wie heute. Ihr habt Freiheiten, die keine Jugend vor euch hatte und die geschätzte 90 % der Menschheit immer noch nicht haben. Mit diesen 90 % werdet ihr verhandeln müssen. Die wollen die gleichen Freiheiten und Rechte wie ihr. Ihr mögt einwenden, dass dieser Wohlstand von irgend jemandem bezahlt werden muss und auch auf Kosten von irgend jemandem geht – vielleicht sogar auf Kosten eurer Zukunft. Und damit habt ihr – Überraschung – recht. Wenn unsere Generation das komplette Erdöl verbraucht, werden sich eure Generation und die eurer Kinder nach Alternativen umsehen müssen. Aber wir glauben, dass euch das gelingt. Damit seid ihr aufgerufen. Aufgerufen, euren Worten auch Taten folgen zu lassen. Ihr habt es jetzt schon in der Hand! Ihr wollt etwas ändern? Dann verzichtet selber. Fordert nicht andere zum Verzicht auf, sondern geht als Beispiel voran. Geht nicht mehr in Fastfood-Restaurants, werft euren Müll nicht auf die Strasse, nehmt keinen coffee to go, wenn da ein Plastikdeckel drauf ist. Der wird zwar schneller kalt – aber ein Opfer müsst ihr bringen. Es liegt an euch. 

Die Uhr steht seit Jahrzehnten auf fünf vor zwölf. Und ihr werdet immer auf Leute treffen, die euch in Panik versetzen wollen. Mit Panik lässt sich gut Geschäfte machen, denn wer panische Angst hat, reagiert irrational und unüberlegt. Seid nicht wie Greta Thunberg oder die Grünen, die euch aufstacheln, auf die Schulter klopfen und mit Tut etwas! ermuntern. Überlegt lieber, was zu tun ist.

Vor allem aber hütet euch vor Ideologien, die euch benutzen, um das freiheitliche System zu ändern. Kommandowirtschaften haben immer nur eines gebracht: Weniger Freiheit, mehr Armut, mehr Ungleichheit und vor allem mehr Umweltzerstörung. Wenn ihr den Worten auf der Strasse auch Taten folgen lasst, dann werden wir euch tatsächlich unsere Hochachtung aussprechen und euch nacheifern. Wir mögen alt sein – lernfähig sind wir trotzdem. Aber solange das nicht passiert, bleiben die Demos eben nice und schön, dass wir mal drüber geredet haben. 

Schwänzt nicht mehr die Schule, sondern nutzt sie: Studiert Mathematik, Physik, und bildet euch, seid Steve Jobs. Oder seid Yacouba Sawadogo aus Burkina Faso, der Landwirt, der bekannt ist als der Mann, der die Wüste aufhielt. In einer Phase schwerer Dürre pflanzte er einen Wald auf kargem Land, dies mit Hilfe von Pflanzgruben, die Regenwasser besser speichern. Sein Wissen teilte er mit Landwirten in der Region, so dass allein in Burkina Faso und Niger Zehntausende Hektaren einst unfruchtbarer Flächen fruchtbar gemacht wurden. Hier können nun Getreide und Viehfutter angepflanzt und sogar Bienen gehalten werden. Er erhielt dafür den alternativen Nobelpreis!

Wir Alten treten langsam ab. Wir sind in spätestens dreissig Jahren biologisch abbaubarer Kompost. Wir haben unser Bestes getan, euch das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Das haben wir als eure Eltern für unsere Pflicht gehalten. War das falsch? Vielleicht. Aber es war das, was wir für richtig und gut hielten. Es ist eure Entscheidung, dies aufs Spiel zu setzen – oder weiter zu verbessern. Habt keine Angst vor der Zukunft, sondern den Mut, diese aktiv zu gestalten. Und habt Freude und Spass daran. Verbessert das Leben eurer Mitmenschen und das Schicksal eurer Welt. Fangt damit an. Gleich und bei euch. Freut euch, dass ihr da seid. Wir wünschen euch, dass es euch noch lange und in Wohlstand gibt. 

Alain Pichard ist Reallehrer in Biel und Thilo Schneider freier Autor in Aschaffenburg.

 


[1]  https://www.medien.bs.ch/nm/2019-das-basler-parlament-verabschiedet-resolution-zum-klimawandel-gr.html  20. 2. 19
Das Basler Parlament verabschiedet Resolution zum Klimawandel

[2]  Die ideologischen Seiten des Klimawandels - Von Sonja Margolina

[3]  https://juergenfritz.com/2019/03/01/klima-kann-man-nicht-schuetzen/ 
1. 3. 2019  Prof. Lüdecke: - Von Jürgen Fritz

[4]  https://climatelitigationwatch.org/genesis-of-a-shakedown-new-records-expose-childrens-marches-as-long-planned-component-of-litigation-campaign/
Posted on March 13, 2019 ; Genesis of a Shakedown: New Records Expose Children’s Marches as Long-Planned Component of Litigation Campaign

[5]  Strategic Alert Jahrgang 32, Nr. 12 vom 20. März 2019

[6]  Inter Info Folge 484 vom April 2019