Warburg Bank: Eine Preisverleihung an Condoleezza Rice - Von Doris Auerbach
Soeben ist Condoleezza Rice mit dem Eric-M.-Warburg-Preis ausgezeichnet worden. Die Berichterstattung über den Anlass hält sich selbstverständlich fernab des von der anglo-amerikanischen Ölmacht im Irak und in Afghanistan angerichteten und unvermindert anhaltenden Infernos in rosaroten Tönen, wie sich das für die "Elite" so gehört und könnte einer wahren Menschenfreundin gebühren. »So schwer ist es gar nicht, der wichtigsten Frau der Vereinigten Staaten eine Freude zu machen: Da wären beispielsweise Robert Schumanns Fantasiestücke op. 12 Grillen und Aufschwung, gespielt von der 15jährigen Jugend musiziert-Preisträgerin Danae Dörken. Sehr andächtig lauschte die US-Außenministerin Condoleeza Rice deren Vortrag, schloß sogar die Augen, um keinen Ton zu missen. [Es war doch hoffentlich nicht etwa Müdigkeit?.] Rice spielt selbst Klavier, einige sagen, sogar in Konzertqualität. Schumann gehört zu ihren Lieblingskomponisten. Und dieser Schumann wurde auch noch in außergewöhnlichem Ambiente dargeboten - den Neuen Kammern im Park von Schloß Sanssouci in Potsdam.« Von der anderen Wirklichkeit, an der diese wichtigste Frau beteiligt ist, wird noch die Rede sein. Den Warburg-Preis erhielt Rice für ihre - mir bislang nicht bekannten - Verdienste um die deutsche Einheit und das deutsch-amerikanische Verhältnis. Jedenfalls vermerkt der Bericht der Tageszeitung Berlin, dass es Rice war, die, wie ihr Laudator, Altkanzler Helmut Kohl, enthüllte, als »Sowjetexpertin des Weißen Hauses» (so Rice über Rice) und eine der wichtigsten Beraterinnen von US-Präsident George Herbert Walker Bush in dieser Funktion »mit entscheidend für die deutsche Wiedervereinigung» war. Vielleicht hat sich Kohl des Begriffs "enthüllen" deswegen bedient, weil Berichte hierüber schlechterdings nicht zu entdecken sind. Bekannt ist, dass der Mentor der Aussenministerin an der Universität Denver Joseph Korbel war, der Vater Madeleine Albrights, der tscheschichstämmige Kenner des Ostblocks, und dass das Thema ihrer Dissertation der sowjetische Einfluss auf die tschechoslowakische Armee war. Das letzte Mal, so erfahren wir ferner, wurde der Warburg-Preis im Jahr 2002 an eben diesen Präsidenten, George Bush sen., verliehen. Etwa dafür, dass Saddam Hussein ein alter Bekannter von ihm war und in den Kreisen der amerikanischen und britischen Rüstungsindustrie, die Saddam in den 80er Jahren für seinen Krieg gegen die iranischen Mullahs ausgestattet hatten, gern gesehen war? mehr...
 
Kniefall der Landesregierung!
Die Mehrheit des Bundesrates hat an seiner Sitzung vom 30. Mai 2007 entschieden, die Taschenmunition den Angehörigen der Schweizer Armee nicht mehr anzuvertrauen. Nur noch so genannte Bereitschaftsformationen sollen die persönliche Schutzmunition für die Heimfassung erhalten. mehr...
 
"Friedens"-Soldaten oder de facto Kombattanten? Zurück zur Neutralität!
Die USA und im Schlepptau die NATO-Truppen führen am Hindukusch einen Bombenkrieg, worunter die Zivilbevölkerung am meisten zu leiden hat. »Enduring Freedom« (Wiederaufbau) nennt sich das. In Tat und Wahrheit sind in den letzten Wochen über 300 Luftangriffe durch die Interventionskräfte geflogen worden. Die Gewalt in Afghanistan eskaliert immer mehr und damit wächst auch der Hass in der Bevölkerung gegenüber ausländischen Truppen. Derzeit sind zwei der vorgesehenen vier Schweizer als Nachrichtenoffiziere für die NATO im Einsatz. Nun will das VBS die Zahl der Soldaten in "Friedens"-Operationen auf 20 bis 30 Personen erhöhen. mehr...
 
Unterstützer des Terrors
Gelder aus dem CIA-Schmiergeldfonds: Wie Washington von Staats wegen zwielichtige Organisationen in verschiedenen Krisengebieten finanziert mehr...
 
Folterpartner von German Foreign Policy
Eigener Bericht - Berlin wird seine Zusammenarbeit mit den algerischen Repressionsbehörden intensivieren. Dies teilt die deutsche Botschaft in Algier anlässlich der Gespräche der Bundeskanzlerin mit dem Staatspräsidenten Algeriens mit. Die Gespräche sollen am Rande des G8-Gipfels in Heiligendamm geführt werden. Die Kooperation gilt dem sogenannten Anti-Terror-Kampf, bei dem die algerischen Sicherheitskräfte nach Auskunft von Menschenrechtsorganisationen Verdächtige verschleppen und foltern. Offiziell reist Staatspräsident Bouteflika nach Heiligendamm, um eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den afrikanischen Armutsstaaten zu erörtern. Tatsächlich geht es Berlin und Algier neben der Anti-Terror-Kooperation vor allem um zusätzliche algerische Erdgaslieferungen in die EU und um milliardenschwere deutsche Investitionen in Algerien. Anlass sind Befürchtungen, das nordafrikanische Land könne sich mit Moskau verbünden und wegen des europäischen Ressourcenbedarfs seine bislang abhängige Position gegenüber Deutschland und der EU aufwerten. Brüssel müsse dagegen »eine Strategie entwickeln«, heißt es in Berlin. mehr...
 
Zum Thema Heiligendamm, G-8-Gipfel, Stasi und Überwachung: Die Sorgen des Herrn Schäuble - Von Prof. Hans-Joachim Selenz
 
Schäuble, Einwanderung, Kriegshetze und anderes
 
Afghanistan: Der Krieg und die Medien - Von Prof. Dr. Jörg Becker
 
Offenes Schreiben an Dr. Günther Nonnenmacher von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
 
Das Echo der Tornados
 
Zum Verbandsbeschwerderecht
 
Notizen zu Präsident Sarkozy
 
Zum Gedenken an Al-Nakba
 
Bundesfeier 2007 auf dem Rütli
 
Der permanente Ausnahmezustand - von Philip S. Golub
 
Die Brutalität steigert sich
 
Zum Thema Einwanderung - Von Doris Auerbach
 
Die WestLandesbank - kriminelle Energie
 
Bestimmt unbestimmt - Anti-Rassismus-Beschluß der EU: Dehnbare Begriffe machen ihn gefährlich - von Karl Albrecht Schachtschneider
 
Die EU - Das Superkonto
 
Schreiben an Professor Thomas Bernauer ETH Zürich
 
Zwei weitere Männer
 
Offenes Schreiben an Professor Georg Kreis, Präsident der Eidg. Kommission gegen Rassismus (EKR)
 
Die Nutznießer der weltweiten Kriege - von Hans Fricke, Rostock
 
Die Linken verraten die Arbeiter
 
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