Sind wir noch zu retten?
d.a. Das Geschehen am Hindukusch erfährt eine dramatische Zuspitzung. Die Afghanen fürchten ein Abgleiten in soziale Katastrophen. Neben zahlreichen Hungertoten und stark zunehmendem Kinderhandel sei vor allem die Verseuchung weiter Gebiete durch uranhaltige Munition zu beklagen, erklärte Dr. Daud Miraki aus Chicago im Gespräch mit der Redaktion von German Foreign Policy. Die Folgen sind Missbildungen bei Neugeborenen, Fehlgeburten und schwere Krankheiten in weiten Teilen des Landes. Neben einer wachsenden Zahl von Hungertoten beklagt Miraki, der Afghanistan seit 2001 mehrfach bereist hat, vor allem das Schicksal der Kriegswaisen. »Sie werden von kriminellen Organisationen gekidnappt«, sagt der Sozialwissenschaftler, »an Pädophile in aller Welt verkauft, auch an US-Militärunternehmen« - zum sexuellen Missbrauch und für den Organhandel. »Die Waisen sind eigentlich die Hauptopfer«, urteilt Miraki. Dieser setzt sich dafür ein, die Folgen des Einsatzes radioaktiver Munition zu bekämpfen. Wie er berichtet, haben die westlichen Invasionstruppen seit Kriegsbeginn am 7. Oktober 2001 mehr als 1.200 Tonnen Munition mit abgereichertem Uran in Afghanistan verschossen und damit weite Teile des Landes verseucht. Miraki hat die Konsequenzen sorgfältig dokumentiert. Er nennt Missbildungen bei Neugeborenen, zahlreiche Fehlgeburten und gehäuftes Auftreten von Krebs und anderen schweren Krankheiten - unter anderem im Gebiet von Tora Bora, einem Ort massiver Bombardements am Jahresende 2001. Wegen der langen Halbwertzeit von Uran - mehrere Milliarden Jahre - kann ein Ende der Verstrahlung Afghanistans nicht abgesehen werden. Die Bevölkerung des Landes, sagt Miraki, ist praktisch »zu einem permanenten Todesurteil verdammt«. mehr...
 
Wie die direkte Demokratie von oben ausgehebelt wird - von Patrick Freudiger, Stadtrat in Langenthal
Bundesrat Christoph Blocher hatte anlässlich des Bundesfeiertages 2007 die Defizite des Völkerrechtes kritisiert. Die Reaktion der Juristenkaste liess nicht lange auf sich warten. Völkerrechtsprofessor Walter Kälin dozierte, das Völkerrecht habe das Land vor Kriegen verschont und Minderheiten geschützt. Was Blocher vertrete, untergrabe aber diese Tradition. Staatsrechtsprofessor Markus Schefer verkündete: »Ein absolutes Selbstbestimmungsrecht kommt weder dem Volk in der Schweiz noch sonst irgendeinem politischen Organ zu. Es ist ein Mythos, der politisch gepflegt wird.« »Blochers Aussagen sind unhaltbar«, belehrte uns schliesslich Heinrich Koller, ehemaliger Direktor des Bundesamtes für Justiz. Das neuzeitliche Völkerrecht hat seinen Ursprung im Westfälischen Frieden von 1648, mit welchem der 30jährige Krieg ein Ende fand. Weitere solche Friedensschlüsse waren der Friede von Utrecht (1713) sowie die Wiener Kongressakte (1815). Nach dem ersten Weltkrieg gewann das Völkerrecht mit der Gründung des Völkerbunds an Bedeutung. Dieser Vorläufer der UNO hielt jedoch den Spannungen unter Europas Staaten nicht stand und konnte den Ausbruch des 2. Weltkriegs nicht verhindern. 1946 wurde er aufgelöst. An seine Stelle trat im selben Jahr die UNO. Seither nehmen die völkerrechtlichen Rechtssätze und Verträge massiv zu. Das Völkerrecht beschränkt sich nun nicht mehr auf zwischenstaatliche Fragen bei Wahrung der staatlichen Souveränität, sondern weist eine universalistische Komponente auf und findet so auf innerstaatliche Belange Anwendung. Zumindest westliche Länder haben auf praktisch jedem politischen Gebiet völkerrechtliche Verträge abgeschlossen. Das gilt auch für die Schweiz. In Europa steht das EU-Recht im Vordergrund, eine Art regionales Völkerrecht, sowie die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK), welche Menschenrechte auf europäischer Ebene normiert. mehr...
 
Burma
politonline d.a. Die Vorgänge in Burma erfahren durch die nachfolgenden Darlegungen von Larry Chin, dessen Artikel den Titel ?Internationale Rauschgiftagenda hinter der Instabilität in Myanmar? trägt, eine andere Deutung als die, die in jeder Tageszeitung nachgelesen werden kann. Man muss, schreibt Chin, folgendes beachten: die Administration Bush unterstützt die Dissidenten offen; dies geschieht gleichzeitig mit einer wachsenden internationalen (westlichen) Unterstützung eines Umsturzversuchs. Desgleichen gilt es, möglichen, hinter dieser Agenda stehenden parapolitischen Zielen Beachtung zu schenken. Chin bezieht sich auf einen Bericht von Thomas Fuller in der International Herald Tribune vom 11. 9. 07 - The Demise of the Golden Triangle: Bad for Business [Der Niedergang des Goldenen Dreiecks: schlecht fürs Geschäft] - der aufzeigt, dass das Goldene Dreieck [Laos, Thailand und Burma] in den letzten Jahren seine führende Position als Drogenregion verloren hat und - einigen Schätzungen zufolge - nur noch 5 % zu dem gesamten Weltopiumhandel beisteuert. Es ist nicht überraschend, schreibt Fuller, dass ?the Golden Crescent?, der Goldene Halbmond, zu dem Afghanistan gehört, das jetzt unter der Kontrolle der USA und ihrer geheimen Stellvertreter im Drogenhandel steht, bei weitem die Nummer eins der Opiumlieferanten dieser Welt ist. Die Region steht an erster Stelle im Mohnanbau und lässt Kolumbien und das Goldene Dreieck klein erscheinen. * mehr...
 
Brief an Aussenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier
Sehr geehrter Herr Dr. Steinmeier, die mittelfristige Finanzplanung sieht angeblich bis 2010 eine Steigerung der »Verteidigungs«-Ausgaben auf rund 29,5 Milliarden Euro vor. Die Kosten für die Fortsetzung des Afghanistan-Einsatzes bezifferte die Bundesregierung für das Haushaltsjahr 2006 auf rund 460 Millionen Euro. Für den »Tornado-Einsatz« wurden 35 Millionen Euro veranschlagt. Die Experten - auch bei der Bundeswehr - sind sich inzwischen einig: Weit über 50 Millionen Euro seien wesentlich wahrscheinlicher. Der Sprit macht den Tornado-Einsatz teurer als geplant. Das Kerosin muss in Tanklastzügen über eine 2.500 Kilometer lange Strecke aus Karatschi in Pakistan herangeschafft werden; mit allen Sicherheitsrisiken (Quelle: www.tagesschau.de). mehr...
 
Reportage: Biosprit macht Lebensmittel teuer - von Peter Grimm und Frank Wolfgang Sonntag
Weitere Widersprüche: Raps wird zur Kraftstoffgewinnung subventioniert. Die steigenden Lebensmittelpreise haben eine Ursache, die nur wenig bekannt ist: Getreide und Rapsöl werden zunehmend für Biosprit eingesetzt, weil dort höhere Preise zu erzielen sind. Nur: Die Umweltbilanz dieser »Umweltkraftstoffe« ist wesentlich schlechter als die fossiler Brennstoffe. Seit Wochen sind steigende Lebensmittelpreise wieder ein Thema in Deutschland. Nicht nur bei Billiganbietern, sondern überall. Die Verbraucher sind sauer und verunsichert. Umfrage ?Ich hab mich gerade gewundert, wieviel Geld ich jetzt bezahlt habe und habe mich geärgert.? ?Diese Preissteigerungen - ja, irgendwie läuft da was unrund, möchte ich mal sagen, bei der Politik.? ?Was mich wundert: Grundsätzlich ist, dass es Überproduktion gibt und subventioniert wird und die Preise trotzdem steigen. Das ist natürlich so spontan für den Endverbraucher schwer nachvollziehbar.? Die Wenigsten wissen, dass sie gerade wegen der Subventionen mehr bezahlen müssen. Denn die Fördergelder fließen zum Beispiel hierher, auf die Rapsfelder von Thomas Gutzmer, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Rackith in der Nähe von Wittenberg. Er baut außer etwas Futter für die Schweine kaum noch Nahrungsmittel an. Thomas Gutzmer, Landwirt: ?Der Raps ist traditionell eine Ölfrucht zur menschlichen Ernährung. In der Zwischenzeit geht natürlich über 80 Prozent des Öls in die Biodieselverwertung.? Hier in Rackith sind es sogar 100 Prozent. Denn das ist lukrativer als der Rapsanbau für Nahrungsmittel. ?Zusätzlich wird die Biodieselproduktion oder der Raps zur Biodieselproduktion von der EU noch mal mit zusätzlichen Programmen gefördert und diese haben wir natürlich ebenfalls ausgeschöpft.? mehr...
 
Widersprüche
 
Machtspiele: VW kommt unter die Räder von Prof. H.J. Selenz
 
Katastrophe und Hoffnung, die deutsche Ausgabe von Tragedy and Hope, New York 1966
 
Ein gnadenloser Krieg - Von Karin Leukefeld
 
Polittheater der Parteien
 
Was ausser den sich steigernden Kriegsdrohungen gegen den Iran sonst noch gegen das Land unternommen wird, zeigt der folgende Artikel:
 
Bilderberger contra Populist: Warum ein Schweizer Minister seinen Kollegen Blocher unter Faschismus-Verdacht stellt - von Gerard Menuhin
 
Aufschlussreiches zur Terrorhysterie: Das Märchen vom "Terror-Fritz" - Die angeblichen Bombenbauer von Oberschledorn taten ihr Möglichstes, um verhaftet zu werden. Von Jürgen Elsässer
 
Nicht nur der Terror scheint für uns programmiert zu sein: auch das Chaos
 
Soll die Schweiz wirtschaftlich eigenständig bleiben oder sich völlig dem Grosskapitalismus ausliefern?
 
Schweizer Neutralität ade: Partnerschaft für den Frieden und NATO-Geschäftspolitik der bundeseigenen Ruag
 
Fremdbestimmt - Politik-Werbung am Fernsehen - Von Ulrich Schlüer
 
Schweizer Neutralität ade: Partnerschaft für den Frieden und NATO-Geschäftspolitik der bundeseigenen Ruag
 
Zum Thema Terror:
 
Wo ist der Unterschied?
 
Offenes Schreiben an Bundesrat Moritz Leuenberger
 
Unsere Medienwelt
 
Zur geplanten Brüsseler Kundgebung gegen die Islamisierung Europas am 11. September - Minarettverbots-Initiative wird vorgestellt - Von Ulrich Schlüer 1
 
Institut Felsenegg - Gefahren der absoluten Volkssouveränität?
 
Der orthodoxe Schatz - Die Geschichte einer Erpressung - von Meron Rapoport
 
Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 
61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 
91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110